Baden–Zürich–Ziegelbrücke–Sargans–Vaduz–Feldkirch 

Nähme mich ja wunder, ob man in der Migros diesen Strichcode eingeben könnte an der Kasse, und er sogar etwas bedeutet – falls ja, dann ist es sicher etwas Nahrhaftes. Oder dann steht auf dem Kassenzettel der Link zu diesem Blog-Beitrag.

Also. Schön der Reihe nach. Um sechs Uhr aufstehen. Und die drei vörigen Eier im Kühlschrank schreien mir zu: Use me! Ein Rührei. Macht sich doch gut vor einer Velotour.

Letzte Packanfälle, etwas auspacken, etwas einpacken, etwas umpacken, bis ich die Logik  nicht mehr verstehe. Und dann der Supergau: Der Rucksack passt gar nicht hinten drauf, weil die Flaschenhalter an der Sattelstütze mehr Platz brauchen als gedacht. So ein . . . (Wird nicht aufgelöst im Text.)

Also Packtaschen montieren. Und um acht Uhr (ha!) bin ich bereit. 

Parat!

Zuerst fahre ich durch das ach so wunderschöne malerische Limmattal gegen Zürich, gönne mir die ganze Ladung: Neuenhof, Spreiti, Dietikon, Schlieren. Ist noch etwas zu früh, um die malerischen Ecken zu suchen da. Kurze Pause am Stadelhofen. Weiter dem Zürisee nach, Meilen, Herrliberg (glaube C. B. hat mir zugewunken), weiter nach Ziegelbrücke (Eine solche hat es aber gar nicht im Ort.), wo ich mittägle. 

Loch Zurich

Von Ziegelbrücke an den zweiten (ha!) See. Walenstadt, Sargans, dort links, und schon habe ich Gegenwind. Überlege mir kurz, in die andere Richtung zu fahren, denn die Route, die mir das GPS ausspuckt, passt mir nicht so recht. Und die Batterie ist auch fast leer. Der Moment wäre also günstig gewesen.

Kurzer Stopp in Walenstadt
Am Walensee
Was vom Rhein noch da ist. (Hier ist die Autobahn tatsächlich ein bisschen weiter weg.

Dem Rhein nach, flach, also leicht bergab, ein paar Hunde baden, Für Menschen ist da nicht mehr genug Wasser – immerhin, dort, wo es genug hätte, zieht es dafür ziemlich. Der Wind macht die Fahrt, die ja eigentlich bergab geht, ein bisschen mühsam. Aber der Radweg entschädigt wär vieles, auf der einen Seite die Berglandschaft als Kulisse des Flussbett. Auf der anderen Seite . . . Autobahn. Grad nebenan.

The Vaduz Castle

Vaduz. Das ist so was wie eine Hauptstadt.Wenn mal jemand behauptet, in der Schweiz sei alles so gepützelt und clean, der soll mal nach Vaduz. Die können wohl das Wasser von der Strassenkanalisation als Mineralwasser verkaufen – geschäftstüchtig sind sie ja schon, diese Fürstenuntertanen und -untertaninnen. Und die Fürstenfamilie erst recht.

Weit ist es ja nicht, so ungefähr Baden–Mellingen, bis man durch die Ländereien Ihrer Durchlaucht durch ist. Es zieht sich trotzdem. Wohl wegen der doch schon 130 km, die ich schon gemacht habe, zwar mit nur etwa 500 Hm ;-) – die ich nun nun in Österreich, Land Nummer drei (yep) zum Teil verbraten konnte. Am Schluss standen 156 km auf dem Tacho und 150 (ma che?) auf dem MapOut. Wieso sich die beiden so selten einig sind, erschliesst sich mir nicht. In Ziegelbrücke, also etwas über der Hälfte des heutigen Tages, waren sie nur wenige hundert Meter auseinander. Vielleicht zählen die Kilometer in Liechtenstein anders, und MapOut weiss das nicht.

Um halb sieben in Feldkirch. Rechnen könnt ihr, oder? Weil es ein langer Tag war, und weil es morgen auch streng ist: Hotel.

Und weil ich Hunger hatte, Cordon Bleu. Weil ich Durst habe: ein Bier. Zuerst ein alkoholfreies, aber jetzt ein richtiges. 

Es gibt Malen nach Zahlen,. Das hier war jetzt Schreiben nach Zahlen. Und zahlen tue ich in der Beiz noch nicht, habe immer noch Durst.

153 km – ca. 500 Hm – ø 23,03 km/h

The Feldkirk Castle