Durrës–Bari–Patras
Patras–Kastro (Camping Melina)
90 km, 450 hm, ø21,9 Km/h


 

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fotos grad mal nicht mehr möglich
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Wer mich kennt, weiss, dass ich zumindest nicht per se gegen eine Fahrt auf einer Fähre bin. Aber suchen tue ich es nicht. Und was ich hier fabriziert habe, ist vor allem mit einem Blick auf die Karte, dem als anstrengend zu bezeichnendem Verhalten der albanischen Verkehrsteilnehmer und einer aufziehenden Erkältung zu erklären: Es schien einfach grad die beste Lösung zu sein: die Erkältung auf dem Schiff auskurieren, die Kilometer überbrücken und den Lastwagenfahrern die Strasse zu überlassen.

So verbrachte ich also noch einen faulen Tag in Durrës – bei eher zweifelhaftem Wetter. Gerade, als ich so langsam aufbrechen wollte, um das Velo beim Hotel zu holen, begann es zu regnen. Und das nicht allzu knapp. 

Zum Glück hatte ich genug Zeit, einfach auszuharren, bis es zu schonen begann.

Immer noch genug früh beim Terminal angekommen, begann die obligate Warterei. Sandwich an der Bar im Ferry Terminal war Fehlanzeige. Cola-Chips-Kafi-Mars, so ungefähr mein Menü.

Das Boarding ging dann schnell. Und bis es Zeit für die Abfahrt war, hatte ich auf der Rigel III der albanischen Gesellschaft Ventouri Ferries schon meine Kabine bezogen, ein Bier getrunken und noch etwas Richtiges zum Znacht von der Bordkantine bekommen. Und es war ganz ordeli, im Gegensatz zu dem Frass, den sie als Essen zwischen Tanger und Genua angeboten haben. 

Geschlafen habe ich nicht sonderlich gut - in der Nebenkantine konnte ich akustisch in Umrissen deutlich einen B- oder wohl eher C- bis D-movie erahnen. Hat nicht mal soooo gestört, aber irgendwie einfach genervt.

In Bari als Erster vom Schiff gegangen (fare il Schettino heisst das glaub unterdessen) und schnurstracks zum nächsten Check-in für die Abfahrt um 13:30 Richtung Patras.

Superfast Ferries hat uns ein recht neues Vehikel hingestellt, sicher aus diesem Jahrtausend, das Essen war echt gut, in der Kabine hatte ich keinen cinematophilen Nachbarn, und überhaupt recht gemütlich wars. Ausser, dass ich schon arg schlapp war von der Erkältung.

Die Ankunft in Patras im Morgengrauen – wir mussten ja die Uhren eine Stunde vorstellen – war irgendwie schön, und eben doch irgendwie nicht. Eigentlich wollte ich ja die ganze Strecke per Velo machen. Und möglich wäre es gewesen. Aber nach knapp vier Wochen mit nur wenigen Pausentagen, und vier Wochen, in denen ich nur mich selbst hatte, um mich zu motivieren – oder auch, um mich mal zu bremsen –, war eine Zäsur wohl auch irgendwie gut.

Und jetzt: 

Greece, here I am.

Calimera.

Auf in die Stadt Patras, zum Zmorge mit Kafi und Gipfeli und Sandwich und so.

Der Peloponnes ist grösser als gedacht. Und anspruchsvoller. Und so entscheide ich mich, an der Westküste ein bisschen nach Süden zu fahren, Hier ist es recht flach. Und das ist gut so: Sehr tüppig ist es. In der Nacht muss es ziemlich geschüttet haben, Die Kanalisationsdeckel waren zum Teil von Schlamm umgeben. 

Heute ist es aber sonnig, und Griechenland dampft. Und lässt mich grad dasselbe tun.

Plusminus topfeben gehts zuerst der Küste nach, danach leicht im Landesinneren gegen Süden, um mich dann am Schluss noch mit einem Hoger Richtung Kastro hinauf definitiv zum Schwitzen zu bringen, damit es nachher in rasanter Talfahrt dem Meer entgegen gehen kann.

Das Zelt steht in ein paar Minuten, das Znacht ist gut, der Schlaf lange, aber nicht sehr tief. Und von einem markanten Gewitter unterbrochen.

Und heute war es eher kühl und es hat mehrmals gewittert und sturzgeregnet. Morgen soll es wieder besser werden. Geplant ist zurück nach Patras – je nachdem wieder zelten, von da Richtung Athen, wohl mit einem Ausflug über Akrokorinth.