Mini Cruise
Durrës
Der Entscheid fiel nicht leicht. Und doch fiel er dann recht schnell und einstimmig nach dem gestrigen Tag, an dem ich mich grad sehr velomüde fühlte.
Als ich am Mittwoch von Shkodër Richtung Durrës unterwegs, war eigentlich immer noch klar: eine Nacht in Durrës, dann etwa 130 flache Kilometer weiter nach Vlorës, einen Tag Pause resp. arbeiten, und dann bin ich ja schon bald über den Hoger und schon fast in Griechenland.
Aber der Verkehr. Der soll zwar massiv weniger sein südlich von hier. Trotzdem
Und je mehr ich die Karte ansah, desto mehr kam das Gefühl auf: was für ein Stress. Das alles, um dann in Patras vielleicht noch zwei, drei Tage zu haben, bevor ich auf die Fähre muss?
Züge von Durrës gibts im Moment gar keine, da die Strecke neu gebaut wird. Florina – danke Mudi einenwäg – liegt auch 530 Kilometer von hier weg. Und dann bin ich in einer Ecke von Griechenland, wo es nochmals um etliche Kurven geht, bis ich in Athen resp. Patras bin.
Korfu wird von hier nicht bedient, es gibt Fähren von Sarandë nach Korfu, und von da wird dann nur Igoumenitsa, der nördlichste Fährhafen von Griechenland, angefahren.
Also:
Lieber noch ein bisschen flexibel sein auf dem Peloponnes, als jetzt mit der Zunge am Lenker (und immer in der Angst, sie wickle sich in die Speichen) am Limit sein.
Morgen Abend setze ich also um 10 Uhr nach Bari rüber, um dann mit der nächstmöglichen Verbindung nach Patras zu kommen – Montagmorgen sollte ich dort sein. Und dann: Greece, I‘m here. I might have been cheating, but aren‘t you happy?
Kommentare 2
Hej Didi
Gut so! Velomüde tönt nicht ideal, Bari, Fähre und Griechenlandfreuden aber schon. Schiff ahoi und weiterhin frohes Pedalen, sto galo!
Hey Didi, schapooo, denn ich finde es sehr reif, einen fixen Plan ändern zu können, wenn die Umstände es erfordern. Das ist nicht cheating, sondern adapting to the circumstances. Well done, my friend.