2014 mit dem Azub Twin von Ennetbaden (Schweiz) nach Marokko. Da musste einfach ein Blog her!

Tag 33, 2. Oktober

Neunzig Kilometer Einsamkeit
Burgos–Carrión de los Condes
90 km, T: 3:42, 24,4 km/h im Schnitt, Vmax: 66,6 km/h
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Heute wars flach. Aber anders im Fall!

Oder anders: Heute war es fast so flach wie in der Camarque. Aber anders. Erstens mal nicht ganz so flach. Zweitens wird die Strasse hier nicht von Büschen gesäumt. Drittens mit immer wieder geilem Panorama. Viertens mit dem Wind und nicht dagegen. Und fünftens dann halt auch noch ein paar – vielleicht entscheidende – Kilometer weniger. Dazu mehr später in diesem Text. Oder morgen.

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Tag 32, 1. Oktober

Pilger, Blutwurst, Karten, blauer Himmel, Evolution und Wäsche – Burgos
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Etwa in der Reihenfolge.

Da wir heute schon gefühlte Monate mit dem Verfassen der englischen Zusammenfassung verbrachten und Didis Lehrerjob wegen eventueller Fehler eventuell möglicherweise auf dem Spiel stehen könnte – das ist ja auch bei der deutschen Fassung immer so ein bisschen das Damoklesschwert, gell, ihr in Zürich! –, wird's heute kurz.

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Weeks 3, 4 and 5

Grenoble–Montpellier, Montpellier–Ennetbaden–Biarritz, Biarritz–Bilbo–Burgos
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So, it's been quite a long time since we wrote the last English summary. Here it is.

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Tag 32, 30. September

Flowing in the wind

Trespaderne–Burgos
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77,1 km, T: 3:43, 29,73 km/h im Schnitt, Vmax: 64,1 km/h

Leicht bewölkt, warm, Nordwind
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(Trespaderne, da könnte man einen Roadmovie drehen)

Ein flowiger Tag . . . Die Strecke führte uns weiter durch die Hügelzüge, die wir lange ohne grössere Steigungen umschiffen konnten. Die Lücken wurden allmählich weiter, die Felsen verloren langsam die bedrohlichen Formen und alles wurde ein bisschen lieblicher. Und mit dem Sonnenschein kamen auch die Farben besser zur Geltung als gestern.
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Tag 31, 29. September

Agur Baskenland
Bilbao–Artziniega–Trespaderne
Bewölkt, manchmal sonnig, am Schluss Regen.
80 km, 18,5 im Schnitt
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Das Baskenland haben wir heute verlassen. Ein letzter Kaffee für Didi und ein Tee für Dagi hat uns den nötigen Schwung gegeben, um uns in den Grosstadtverkehr zu stürzen. War aber alles halb so wild.
Übrigens dieses Baskisch. Eine Sprache, die einem nicht von ungefähr so seltsam erscheint. Mit so vielen X und eigentlich geläufigen Wörtern wie "Strasse" oder so ähnlich, und nirgends findet man einen Zusammenhang. Und tatsächlich ist die von 800'000 Leuten gesprochene Sprache die einzige in Europa, die nicht Indoeuropäischen Ursprungs ist. Und somit eben wirklich keine Verwandtschaft hat mit all den Sprachen, mit denen wir sonst so in Kontakt kommen. Es wird angenommen, dass es die letzte überlebende Ursprache Europas ist, die gegen die Invasion des Indoeuropäischen standhalten konnte. Ende der Vorlesung.

Die heutige Etappe war Königsklasse.
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Tag 30, 28. September

Bilbao-Blues

Bilbao

Bedeckt, gegen Abend einige Sonnenstrahlen, warm

Also den Blues haben wir wohl nur, weil wir morgen weiter müssen – oder eben auch wollen. Drum irgendwie auch selbst schuld. So schön die Stadt ist, die Velos, das eine schön brav auf dem Balkon, das andere im Treppenhaus sind immer noch da. Und sie flüsterten uns zu, dass sie morgen wieder was mit uns unternehmen möchten. Dagi hat die Route aus der Stadt hinaus schon im Kopf abgespeichert, es sollte also keine Probleme geben:
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Und mal so ganz generell: Bis jetzt haben uns alle Städte, in denen wir waren, sehr gut gefallen. Vielleicht mit einer Ausnahme . . . Siehe vorgestern. Die Gassen der Altstadt waren auch heute voll, und das, obwohl fast alle Geschäfte geschlossen hatten. Nur ein paar Tourishops setzten sich über das katholische Sonntagsschliessdekret hinweg.

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