Tag acht: Almost a Nothing-to-do Day

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​31. Juli

​Route: Brodick–Lochranza ​Wetter: sommerlich ​ ​Wind: meist mässiger Gegenwind
​Tageskilometer: 24,5
​Zeit:
​​Geschwindigkeit: 15,8 km/h

​Der Abend von gestern ist durchaus noch einen Nachtrag wert:
Wir hatten die Reste vom Inder vom Vorabend gewärmt und sind dann ins Dorf geradelt.
Das eine von zwei Pubs war eher nach unserem Geschmack. Auf dem Hinterhof haben sie einen Biergarten eingerichtet. Am Nebentisch musizierten zwei ältere Semester mit Gitarre und spielten und sangen die Oldie-Palette rauf und runter, die Partnerin des einen half kräftig mit mit ihrer schönen Stimme, zwei Jungs steuerten dann auch noch einen oder zwei Songs bei.

Man kommt einfach einfach ins Gespräch mit den Schotten – vielleicht liegt das aber auch an Hansj, der eigentlich sowieso mit jedem ins Gespräch kommt, wobei ehrlicherweise erwähnt werden muss, dass meistens die anderen den Anfang machen.

Wir kommen aber auch ins Gespräch mit einem Pärchen aus Vermont, und mit den beiden aus Yorkshire, und mit ihm aus Glasgow . . . 

Der Abend geht im Pub mit Live-Musik, einem weiteren Bier nach dem Arran-Whisky zu Ende. 

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Tag sechs und sieben

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​29. und 30. Juli

​Biggar–Newmilns ​Wetter: sommerlich  ​Wind: genug Gegenwind
​Tageskilometer: 90 und 59
​
​Geschwindigkeit: 17 km/h

 Ich muss schnell machen. Der Akku neigt sich dem Ende zu . . .

Gestern waren wir vor allem auf der Hauptstrasse unterwegs. Da kamen wir zwar ordeli fürsi, aber so ein richtiger Genuss stellte sich nur ganz zu Beginn ein, als wir mit Rückenwind gegen Lanark schwebten – die Wellen der Strasse liessen wir gelassen hinter uns. Danach war fertig mit segeln, jede Steigung wurde mit dem Gegenwind zur „Tortour“, und bergab rollte es auch nicht wirklich. Zudem war die Strasse schmal und der Verkehr dicht. Also nur bedingt Genussradeln. 

Immerhin, das muss auch gesagt sein: Das Wetter spielt immer noch in derselben Mannschaft wie wir.

Die Suche nach einem Platz zum Campen gestaltete sich schwieriger als erwartet. Mit dem Resultat, dass wir uns in ein Wäldchen hinter der Fire Station von Newmilns „verkrochen“ und uns vom Take-away-Inder ein Tandoori  genehmigten. So Take-away wars dann nicht mal, da sie für uns das Restaurant up the road aufschlossen, damit wir uns anständig hinsetzen konnten.

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Tag fünf: The Tour of Three Lochs

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​27. Juli

​Route: Ettrick–Dt. Mary’s Loch–Megget Reservoire–Talla Reservoire ​Wetter: wolkenverhangen, hin und wieder ein paar Tropfen ​Wind: nix
​Tageskilometer: 61
​Zeit: 
​​Geschwindigkeit: 17.5

Kurz nach sieben. Die Welt scheint in Ordnung. Der Schlafsack wärmt. Stille. Auf einmal ein feines Klopfen auf dem Zelt. Regentröpfchen.

Aus dem Plan, das Zelt vor dem Regen abzubauen wird also vorderhand mal nichts. Da bin ich zu träge unterwegs. Aber man kann ja trotzdem mal die Innereien im Zelt büschelen und verstauen. 

Um halb acht sind Hansj und ich parat fürs Frühstück – mal Continental – im Pub, in dessen Garten wir das Zelt aufgeschlagen hatten. Es stellt sich heraus, dass wir dafür nicht mal was zahlen müssen – the deal is: You can camp for free, if you have at least a drink in the pub √, or have something to eat √ – as we’ve had both . . . Aber dass dann das Frühstück auch noch inbegriffen sein würde, darauf waren wir nicht gefasst. Also folks: Das Pub in Ettrick ist eine durchaus sympathische Adresse. Ihr müsst nicht wissen, wie es heisst. Es ist das Allersteinzigste. Und leicht zu finden. Grad neben der Kreuzung, die von den drei Hausern des Orts gesäumt werden.

Nach dem Zmorge ist es dann auch schon vorbei mit dem Regen. Zelt einpacken und alles anschnallen. 

Bergauf führt unsere Route. Mit recht konstanter Steigung kommen wir ganz gut voran.   

Heute kommen wir an drei Lochs vorbei, St. Mary’ Loch, Megget Reservoire und Talla Reservoire – alle drei sind Stauseen. Die werden einerseits für Trinkwasser für die Städte in Schottlands Süden gebraucht und zumindest St. Mary’s Loch auch für die Stromproduktion.

Über kurze Zwischensteigungen gelangen wir durch die menschenverlassene Gegend von einem zum anderen See. Dazwischen lange geschwungene Strecken der Landschaft nach. 

Das Blöken der Schafe begleitet uns dafür fast auf dem ganzen Weg bis hoch zum Talla Reservoire, das wir über eine hügelige Landschaft, in der die Strasse fast so viele Kurven wie Meter hat, erreichen. 

Dann stürzt sich die Strasse mit etwa 18 Prozent in die Tiefe, und wir schätzen uns glücklich, nicht in der Gegenrichtung unterwegs zu sein.
 

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