Tage sechs- und siebenunddreissig: So long North Coast – Roads and Hotels

5839EFDC-D593-47C2-9D0B-C4B4B0F56514 Sunrise in Durness

​28. und 29. August

​Route: Durness–Loch Hope–Lairg ​Wetter: leicht bewölkt und erstaunlich warm ​Wind: wenig, aber wenn, dann gegen.
​Tageskilometer: 105
​Höhenmeter: 1150
​​Geschwindigkeit: 20 km/h

Nach einem Tag des genüsslichen Laisser-faire – da machte nicht mal der feine Midges-Regen etwas aus –, an dem wir beide nur gerade das machten, was wir wollten (ich wollte zum Beispiel etwas zu Fuss unternehmen, einen Kaffee trinken, ein Sandwich essen und ein Pain au chocolat vom Spar probieren: alles super gewesen), ging es heute wieder runter, also südwärts.

Im obigen Satz fehlt: In Durness gibts ein John Lennon Memorial, weil der da scheints in seiner Jugend immer die Ferien verbracht hat. Die Strände sind auch bei zweifelhafter Witterung schön. Das Volch auf dem Campingplatz ist irgendwie anders: weniger outdoorig, städtischer, weniger rücksichtsvoll (also rücksichtsleerer?). Die Beiz grad beim Campingplatz ist zu: kein Personal oder Pleite wegen Corona, wir wissens nicht. Das zugehörige Pub ist aber offen, immerhin. Und hab ich schon gesagt? Die Pain au chocolat vom Spar sind echt der Hammer.

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Tag fünfunddreissig: Up North It’s Sunshine, but no Reggea

Tag fünfunddreissig: Up North It’s Sunshine, but no Reggea

​27. August 2022

​Route: Scourie–Kinlochbervie–Durness ​Wetter: sonnig und kein Regen – immer noch nicht ​Wind: gut
​Tageskilometer: 58
​Höhenmeter: 880
​​Geschwindigkeit: knapp 19 km/h

Es wird langsam unheimlich hier: schon wieder ein Tag ohne einen einzigsten Tropfen Regen. Aber vorher ein kleiner Nachtrag zu gestern: der Campingplatz in Clachtoll, eine ganz spezielle Bleibe. Wunderschön gelegen, sehr liebevoll geführt mit Shelter, gediegenem Lagerfeuer, Blümchen auf den zweckmässig eingerichteten Sanitäranlagen, Sitzgelegenheiten im Schärmen und einem sehr sympathischen Campingwart. Für Velofahrer habe er immer Platz, mit einem Womo oder so wären wir wohl weitergeschickt worden. Also: Wenn ihr es mal in den Nordwesten von Schotland schafft, Coastal Route und Clachtoll Camping nicht vergessen, aber eventuell reservieren.

Second Sky
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Tage drei- und vierunddreissig: Ups and Downs à discretion

384C8DFB-3C34-4B82-B93F-7FB0411454B6 One of those numerous Lochs

​25. und 26. August 2022

​Route: 
Ullapool–Clachtoll
Clachtoll–Scourie
​Wetter: ​Wind: gut, mehrheitlich Rückenwind
​Tageskilometer:
60,5 und 48,8
​Höhenmeter:
1130 und 1003
​​Geschwindigkeit: 
18,2 und 15,9

Wir wollen uns nicht beklagen. Aber es muss gesagt sein, klipp und klar, in aller Deutlichkeit und ohne Umschweife, deutsch und deutlich mit gebührendem Nachdruck: Die letzten beiden Etappen waren hart. Steigungen noch und nöcher mit weit über 10%. Kurze Abfahrten waren natürlich auch dabei. Sonst wäre es ja ein Himmelfahrtskommando geworden. 

Beides wird uns in Erinnerung bleiben: die zu erklimmenden Höger, die auch mal 17, 18 zweimal aber auch 25% geneigt waren und uns an die physischen und die Velos an die technischen Grenzen brachten. Und die Abfahrten, in denen die Bremsen vor Freude, so richtig zupacken zu dürfen, fast zu leuchten begannen.

Nein, wir beklagen uns nicht darüber, dass wir nach knapp respektive gut 50 Kilometer schon fast nudelfertig waren. Und nicht darüber, dass wir die Menge an Gepäck verfluchen, die wir über die Hügel zu wuchten hatten, auch nicht, dass ich fast Blasen an den Händen bekommen habe vom dauernden Rauf- und Runterschalten. 

WIr beklagen uns nicht, denn wir wussten, auf was wir uns da eingelassen hatten: die Rock Road, die 15 Kilometer nordwärts von Ullapool beginnt und nach Lochinver führt, und die Coastal Route von Lochinver nach Kylesku: Ich war die schon mal gefahren mit dem Velo vor dreizehn Jahren – und die beiden Strecken waren mitverantwortlich dafür, dass ich nochmals mit dem Velo nach Schottland wollte.  

Der Wiederholungstäter. Finde die Gründe!
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