2014 mit dem Azub Twin von Ennetbaden (Schweiz) nach Marokko. Da musste einfach ein Blog her!

Tag sieben- und achtundvierzig: Tobar Mhoire (Tobermory)

42A18A0D-AAAA-4717-997A-6E3A29E4B7A3

​8. und 9. September 2022

​Tobermory (Isle of Mull() ​Wetter: herbstlich, aber mehrheitlich sonnig ​
​Tageskilometer: ca. 20
​ ​

Gestern machten wir beide einen Tag Pause. Beide? Ja, beide. Einziger Fixpunkt war die Besammlung um 15.55 vor der Distillery in Tobermory, in der Tobermory und Ledaig produziert werden. Was es mit den beiden Namen auf sich hat, erfährt ihr später.

Tobermory ist ja nun wirklich nicht grad eine pulsierende Stadt. Eine Häuserfront an der Bucht des Hafens, einige Häuser auf den Anhöhe hintendran, dann lange fast nix mehr und dann ein Campingplatz.

Tobermory Campsite
Weiterlesen
3
  789 Aufrufe

Tag sechsundvierzig: Just fantastic

Tag sechsundvierzig: Just fantastic

​Mit Anlauf in die Touristenfalle

​Route: Fort William–Ardnamurchan–Tobermory ​Wetter: sonnig  ​Wind: gut​
​Tageskilometer: 96
​Höhenmeter: 1285
​​Geschwindigkeit: 21,5 km/h

Zwar war das Zelt noch nass vom gestrigen Regen, aber die Sonne drückte schon anständig durch, und es sollte noch besser kommen. Nicht nur das Wetter. 

Eine winzige Footpassenger Ferry brachte uns von Fort William über das Loch Linnhe nach Casmanagaul. Mit Ach und Krach kriegten sie mein Velo auf das Dach des Nussschälchens, und schon bald tuckerten wir in der Sonne über das Loch.

Gegenüber erwartete uns eine Fastmärchenlandschaft: wunderschönes Wetter, schöne Landschaft, viel Wald, viel Wiese, viel Wasser. Und wir rollten auf dem fast unbefahrenen Strässchen, mit leichtem Rückenwind zufrieden Richtung Südwesten.

Die Route drehte dann gegen Westen und wurde bald hügeliger – diese Sorte von Hügel, die man mit ein bisschen Anlauf gut ausglätten kann. Nur selten sind die Steigungen so lang, dass wir wirklich in die Bergübersetzung runterschalten mussten.  

Weiterlesen
2
  849 Aufrufe

Tag fünfundvierzig: Speaking of Spokes

D862B099-59B3-4773-BD4E-937BE5F0BB74

​6. Sptember 2022

​Fort William ​spätsommerlich, am Abend Regen  ​
​Tageskilometer: ca. 20
​

Hansj machte sich auf eine kleine Hike&Bike-Tour Richtung Berge, ich ging schwimmen im Local Pool. Und beim Abschliessen des Velos bemerkte ich, dass eine Speiche irgendwelchen Strapazen der letzten Zeit nicht standgehalten hat. Ich nehme mal an, es war die gestrige Etappe, die ein bisschen zu viel war: ein vollbeladenes Bike, viel Gewicht auf dem Hinterrad und eine ziemlich ruppige NCR 78. 

Weiterlesen
1
  1259 Aufrufe

Tag vierundvierzig: Go West, Man!

Tag vierundvierzig: Go West, Man!

​5. September 2022

​Route: An Gearasda–Cille Chuimein (Fort Augustus–Fort William) ​Wetter: sommerlich  ​Wind: gut
​Tageskilometer: 59
​Höhenmeter: 500
​​Geschwindigkeit: 19,5 km/h

Als wir heute Morgen aus dem Fenster von “Morag’s Lodge” schauten, schaute es nicht gut aus – da hatte es also ziemliche Schauer. Böses schwant uns. Und das nach dem schönen Tag gestern? Aber wart mal, da hatte es am Morgen ja auch geregnet. Und tatsächlich: Kurz nach neun Uhr sind erste blaue Flecken sichtbar – sind das nun in gut Schweizerdeutsch nun auch Bläuelen? Himmelblauelen?

Und die Sonne beginnt zu heizen, und das nicht mal zu knapp.  

Weiterlesen
1
  805 Aufrufe

Tag dreiundvierzig: No, No Nessie, No, Nay, Never, No More . . .

378C9AC7-A9E3-4940-8643-0EA2D0E555B6
​Fort Augustus ​Wetter: spätsommerlich  ​
​
​

 Der wortkarge Wirt des Pubs brachte es auf den Punkt: They come for the monster.

Nicht wegen der Schleusen, nicht wirklich wegen der Landschaft. Einfach nur, weil es da etwas hat, was wohl kein Marketingstratege besser hätte machen können: etwas, das es nicht gibt. Das wohl nicht existierende Etwas füllt ihnen die Kassen.

Weiterlesen
0
  787 Aufrufe

Tag zweiundvierzig: Munster’s Theme

1B2B9279-29B0-4980-AA6A-C62242F62020 Loch Ness (Dores)

​3. September 2022

​Route: Inverness–Dores–Fort Augustus ​Wetter: bedeckt, recht warm ​Wind: Rückenwind
​Tageskilometer: 56.8
​Höhenmeter:743
​​Geschwindigkeit: 20,5 km/h

Monströs, wie sich manche Leute morgens um sieben, wenn die Welt gemeinhin noch bestens in Ordnung sein sollte, auf dem Campingplatz verhalten: Die Cycle-for-MS-Truppe nebenan tauscht sich über den ganzen Campingplatz hinweg aus über Belanglosigkeiten, die um weder zu dieser noch zu jeglicher anderen Tageszeit so wichtig wären, dass man sie mit solchem Nachdruck der Welt kundtun müsste. Aber immerhin weiss ich jetzt, dass er ja schon mal mit Gepäck, aber jetzt eben nur noch mit Begleitfahrzeug, dass er gut geschlafen habe trotz der ätzenden Matratze, dass das Wetter ja recht gut sei, es winde zwar (ah ja? Krass!), aber immerhin regne es nicht, und das jetzt schon zum wiederholten Male und immerhin sei man ja in Schottland (stimmt auch präzise), aber halt an der Ostküste und da sei es ja auch anders ebenso mit den Midges undüberhauptundsoweiter.

Höflich und zurückhaltend, wie wir sind, haben wir geschwiegen.  

Weiterlesen
0
  818 Aufrufe